Neubau Analytikgebäude Mülheim

Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

Neubau eines Analytikgebäudes

Bauherr Stiftung Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
Ort Mülheim an der Ruhr
Planungsphase 2025 – 2026
Architekt habermann.decker.architekten PartGmbB Lemgo
Details

Leistungsphasen 1 – 3
Sanitär – und Heizungstechnik
Lüftungs- und Kältetechnik
Starkstromanlagen
Fernmelde- und informationstechnische Anlagen
Förderanlagen
Nutzungsspezifische Anlagen
Gebäudeautomation

PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung steht für Spitzenforschung im Bereich energie- und ressourcenschonender Umwandlungsprozesse. Rund 370 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten hier mit modernsten Methoden an zentralen Fragestellungen der chemischen Grundlagenforschung, insbesondere im Bereich der Katalyse.

Um auch künftig optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre zu schaffen, wurde in Zusammenarbeit mit den habermann.decker.architekten PartGmbB der Neubau eines Analytikgebäudes geplant. Mit einer Nutzfläche von rund 3.600 m² und einem Investitionsvolumen von etwa 60 Millionen Euro zählt das Projekt zu den technisch anspruchsvollen Bauvorhaben. Der viergeschossige Neubau vereint künftig Mitarbeiter-, Analytik- und Laborbereiche und schafft einen modernen Arbeits- und Aufenthaltsort für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende.

Das Planungskonzept basiert auf einer konventionellen Bauweise mit Betonstruktur und sieht eine funktionale Anbindung an die Bestandsgebäude vor. Ein besonderes gestalterisches Element ist die vertikale Fassadenbegrünung auf der Hofseite, die neben architektonischen Akzenten auch zur Verbesserung des Mikroklimas beiträgt. Die hohen Anforderungen an Temperaturstabilität, Reinheit und Raumklima wurden im Rahmen der Planung durch das ELPLAN-Team umfassend berücksichtigt. Erste Simulationen unterstützen dabei, die energetische Qualität des Gebäudes gezielt zu optimieren.

Auch das Energiekonzept ist zukunftsorientiert ausgelegt: Für die Wärmeversorgung wurden das institutseigene Nahwärmenetz sowie die Nutzung von Wärmerückgewinnung aus der Kälteerzeugung untersucht. Als Kühlflächen sind Wand-, Boden- und Brüstungskonvektoren vorgesehen, während die Lüftungstechnik integraler Bestandteil der Gebäudeplanung ist. Ergänzend wurde die Einbindung einer Photovoltaikanlage geprüft, um die Eigenenergieversorgung zu stärken.

Das Beleuchtungskonzept setzt auf energieeffiziente LED-Technologie in Kombination mit präsenz- und tageslichtabhängiger Steuerung. Gleichzeitig wurde die Anordnung der Technikflächen unter Berücksichtigung sensibler EMV-Anforderungen geplant. Für ein hohes Maß an Sicherheit umfassen die Konzepte unter anderem Blitz- und Überspannungsschutz, Brandmeldeanlagen, Sicherheitsbeleuchtung sowie Sprachalarmierung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gebäudeautomation: Geplant ist ein ganzheitliches System zur zentralen Steuerung und Überwachung aller technischen Anlagen. Die Erfassung und Auswertung von Energiedaten erfolgt über die Gebäudeleittechnik. Moderne DDC-Controller werden dabei im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und Effizienz konzipiert. Intuitive Visualisierungen, flexible Bedienoberflächen sowie die Integration von Alarm- und Trendfunktionen ermöglichen eine nachhaltige Optimierung des späteren Gebäudebetriebs.

© Visualisierung | habermann.decker.architekten PartGmbB

Neubau Analytikgebäude Mülheim